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Buchsbaumzünsler – Was nun?


Auch in Tirol ist der Buchsbaumzünsler immer weiter auf dem Vormarsch. In vielen Gemeinden fressen sich seine Raupen fröhlich durch sämtliche Buchsbäume. Was kann man gegen ihn unternehmen?


Der Buchsbaumzünsler ist ein recht hübscher, nachtaktiver Kleinschmetterling. Er wurde aus Ostasien eingeschleppt und legt seine Eier bis zu 4 Mal im Jahr ausschließlich auf den Buchs ab. Denn wie der Name Buchsbaumzünsler schon verrät, fressen die Raupen nur Buchsblätter. Diese können Kahlfraß verursachen, die Pflanze stirbt ab.


Wie kann man nun seinen geliebten Buchs schützen? Von herkömmlichen Insektiziden, häufig auf der Basis von Neonicotinoiden, sollte man verzichten. Diese treffen nicht nur den Schädling, sondern sind auch eine Gefahr für unsere Nützlinge im Garten! Mittel aus dem biologischen Landbau sind sicherlich die bessere Wahl.


Biologische Präparate gegen den Zünsler

Präparate auf der Basis von Bacillus thurengiensis sind nützlingsschonend. Die Raupen des Buchsbaumzünslers sterben durch das Bakterium in kürzester Zeit. Neem kann ebenfalls gegen die Raupen des Buchsbaumzünslers eingesetzt werden, wenn die Raupen weniger als 2 cm Größe erreicht haben. Aber Vorsicht: Produkte mit Neem wirken gegen eine Vielzahl an Insekten und können auch für Nützlinge tödlich sein.


Beide Präparate haben den Vorteil, dass die Raupen sie beim Fressen zu sich nehmen. Man muss die Raupe nicht direkt damit besprühen. Eine tropfnasse Spritzung ist aber erforderlich. Bei großen Pflanzen sollte mit ausreichend Druck gesprüht werden, damit die Präparate bis in das Innere der Pflanze vordringen.


Den Buchs ersetzen

Wer auf das dauernde Spritzen gänzlich verzichten möchte, kann seine Buchspflanzen auch ersetzen. Der Gemeinde Wacholder (Juniperus communis) wurde bereits im Barock zur Anlage von Ziergärten verwendet. Der immergrüne Strauch kann beliebige in Form geschnitten werden. Er benötigt aber einen trockenen und sonnigen Standort im Garten, ansonsten wächst er sehr schlecht.
Unsere Eibe (Taxus baccata) wäre ebenso ein guter Ersatz für einen Buchs. Sie wächst auch in etwas schattigeren und feuchteren Bereichen im Garten. Das immergrüne Nadelgehölz kann wie der Wacholder beliebige in Form geschnitten werden. Da die „Beeren“ aber giftig sind, wird er selten gepflanzt.


Als sommergrüne Alternative wäre noch die Kornelkirsche (Cornus mas) zu nennen. Dieser Strauch oder Kleinbaum kann ebenfalls in Form geschnitten werden. Seine blassgelben Blüten erfüllen den Garten bereits im Februar oder März mit dem Summen der ersten Bienen. Und die roten Früchte im Herbst sind nicht nur optisch attraktiv. Sie können zu Dirndl-Marmelade verarbeitet werden oder man überlässt sie den Vögeln.

Die Initiative „Natur im Garten“ des Tiroler Bildungsforums berät Privatpersonen als auch Gemeinden zur ökologischen Pflege und naturnahen Gestaltung. Werden auch Sie Teil von „Natur im Garten“. Informationen zur Natur im Garten Plakette, Vernetzungstreffen und Fortbildungen für GemeindemitarbeiterInnen erhalten Sie im Tiroler Bildungsforum unter 0512 581465 und auf www.naturimgarten.tirol.


Mit Unterstützung von Land Tirol und Europäischer Union.

 

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